„Feel safe“ mit einem Safe!

„Feel safe“ mit einem Safe!

Keine Sicherung ist so gut, dass sie nicht überwunden werden kann. Es ist immer eine Frage der Zeit und des Aufwandesder betrieben wird. In der Regel werden Einbruchversuche innerhalb weniger Minuten abgebrochen, wenn geeignete einbruchshemmende Maßnahmen standhalten. Falls es dem Täter aber trotzdem gelingt einzudringen, hat er oft problemlosen Zugriff auf alle Wertsachen. Wenn im Haushalt höhere Werte an Bargeld oder Schmuck oder wichtige Dokumente, z.B. Versicherungspolicen, Fahrzeugbriefe vorhanden sind, bietet sich zusätzlich die Nutzung eines Tresors (auch Safe, Wertschutzschrank oder Wertbehältnis genannt) an, um einen zusätzlichen Schutz gegen Diebstahl zu schaffen. Außerdem gilt es, wichtige Unterlagen vor Brand- und Löschwasserschäden zu schützen. Dies ist natürlich auch für den gewerblichen Bereich relevant, wo neben dem Einbruchschutz auch das Thema Datenschutz eine wichtige Rolle spielt. Schusswaffen und Munitionmüssen nach dem Waffengesetz besonders aufgewahrt werden. Optimal ist, wenn der Tresor zusätzlich noch von einer Einbruchmeldeanlage überwacht wird. Natürlich sind nur zertifizierte Produkte zu empfehlen, denn ungeprüfte Billigtresore bieten kaum Widerstand. Außerdem kommt es auf die Befestigungstechnik an, damit nicht gleich der ganze Wertschutzschrank entwendet wird. Praktisch zu bedienen sind Tresore mit Zahlenkombination, bei denen gleichzeitig das Schlüsselverlustrisiko eliminiert wird. Sogenannte Wandtresore, welche im Mauerwerk verankert werden, bieten je nach Anwendungsgebiet Vorteile. Je nach der Höhe der versicherten Wertgegenstände können die Versicherer eine bestimmte Sicherheitsstufebei den Tresoren verlangen. Eine Übersicht zu den Sicherheitsstufen sowie Informationen zu der Aufbewahrung von Schusswaffen und den Güteklassen des Brandschutzes hält der Fachverband interkey bereit. Dort gibt es auch eine Infobroschüre vom Prüfinstitut VdS zum Thema. Am besten lässt man sich von einer kriminalpolizeilichen Beratungsstelle und in einem Sicherheitsfachgeschäft beraten und den Tresor vom Fachunternehmen fachgerecht installieren. Jeder sollte sich zudem eine Wertgegenstandslisteanlegen und an einem sicheren Ort verwahren oder speichern. Eine gute Vorlage gibt es bei der Initiative Nicht-bei-mir.

Ralf Margout

Da ich von Kind auf in der Branche aufgewachsen bin, prägen Schlüssel, Schlösser und Sicherheitstechnik seit dem mein Leben. Nach meinem BWL-Studium war ich 15 Jahre erfolgreich mit einem Fachgeschäft für Sicherheitstechnik selbstständig. Dann entschied ich mich für einen Wechsel und war 7 Jahre Geschäftsführer bei interkey, dem Fachverband Europäischer Sicherheits- und Schlüsselfachgeschäfte. Inzwischen bin ich über 35 Jahre in der Sicherheitsbranche unterwegs und habe dabei in vielen Fachgremien mitgearbeitet. Aktuell bin ich beratend im redaktionellem Bereich der Sicherheitstechnik tätig.

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