You are currently viewing Nicht am, sondern durch Einbruchschutz sparen!

Nicht am, sondern durch Einbruchschutz sparen!

Einbruchschutz zahlt sich nicht nur für die Sicherheit aus. Er wird staatlich gefördert oder ist steuerlich absetzbar. Bei der Versicherung kann gespart werden.

Einbruchschutz von der Steuer absetzen

Zu Jahresbeginn ist es an der Zeit, sich mit der Steuererklärung zu beschäftigen. Wurde in die Sicherheitstechnik investiert, lassen sich anteilige Kosten i.d.R. unter folgenden Voraussetzungen von der Steuer absetzen:

  • Man nutzt als Privatperson das Haus oder die Wohnung selbst 
  • Die Leistungen werden von einem professionellem Handwerksbetrieb erbracht
  • 20 % der Anfahrts-, Arbeits-, Maschinen-, Entsorgungs, und Verbrauchsmittelkosten (z.B. für Reinigungsmittel) können bis maximal 1.200 € steuerlich geltend gemacht werden
  • Materialkosten werden nicht berücksichtigt
  • In der Rechnung sollten die verschiedenen Kostenarten daher getrennt ausgewiesen sein
  • Der Rechnungsbetrag muss überwiesen werden und der Überweisungsnachweis ist aufzubewahren
  • Werden staatliche Förderungen in Anspruch genommen, können die dafür erbrachten Handwerkerleistungen nicht mehr steuerlich angesetzt werden

Einbruchschäden können übrigens steuerlich nicht geltend gemacht werden. Die dafür aufkommende Hausratversicherung kann nur anteilig (nach Flächenanteil) abgesetzt werden, wenn sich im Privathaushalt ein beruflich genutztes Arbeitszimmer befindet.

Staatliche Förderung für Einbruchschutz erhalten

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie einzelne Bundesländer und Kommunen fördern private Investitionen für Einbruchschutz im Bereich der Bestandsbauten. Wichtig ist, dass die Maßnahmen nicht vor Bewilligung begonnen wurden. Beim KfW-Investitionsuschuss (455-E) werden unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 1.600 € bezuschusst. Dies gilt auch für Mieterinnen und Mieter. Die genauen Bedingungen sind komplex und im Blogartikel „Staatliche Förderungen zum Einbruchschutz“ benannt. Dort ist auch ein übersichtliches Informationsblatt verlinkt. Eine Übersicht über die regionalen Förderungen bietet K-Einbruch.de. Kompetente Sicherheitsfachgeschäfte sind bei der Antragstellung behilflich.

Mit Einbruchschutz bei der Versicherung sparen

Wird eine Alarmanlage (auch Einbruchmeldeanlage oder Gefahrenmeldeanlage) installiert, gewähren viele Versicherer nach Absprache einen Nachlass auf die Prämie der Hausratversicherung, sofern einige Bedingungen eingehalten werden. 

Diese sind in der Regel:

VdS Einbruchmeldezentrale

Mit Einbruchmeldetechnik wird sich auch der nächste Blogartikel beschäftigen. Im Rahmen einer Interview-Serie wird dort die elektronischen Sicherheitstechnik mit den Themen Alarmanlagen, Videotechnik und Zutrittskontrollen behandelt.

Fazit

Einbruchschutz lohnt sich immer und ist dringend empfehlenswert. Schon mit einfachen technischen Maßnahmen lässt sich die Sicherheit von Haus und Wohnung erheblich verbessern. Hierbei gilt stets der Grundsatz einer soliden mechanischen Grundsicherung aller Öffnungen wie Türen, Fenster und Kellerschächte. Ergänzt durch elektronische Sicherheitstechnik erhält man einen optimalen Einbruchschutz bei höchstem Komfort. Dies wird vom Staat durch Zuschüsse oder Steuervergünstigungen sowie bei den Versicherungen durch Prämiennachlass honoriert. Weitere Informationen gibt es in den Tipps zum Einbruchschutz.

Empfehlung: Durch eine  kriminalpolizeiliche Beratungsstelle und einem Sicherheitsfachgeschäft vor Ort beraten lassen und monetäre Vorteile nutzen und so nicht am, sondern durch Einbruchschutz sparen!

Ralf Margout

Da ich von Kind auf in der Branche aufgewachsen bin, prägen Schlüssel, Schlösser und Sicherheitstechnik seit dem mein Leben. Nach meinem BWL-Studium war ich 15 Jahre erfolgreich mit einem Fachgeschäft für Sicherheitstechnik selbstständig. Dann entschied ich mich für einen Wechsel und war 7 Jahre Geschäftsführer bei interkey, dem Fachverband Europäischer Sicherheits- und Schlüsselfachgeschäfte. Inzwischen bin ich über 35 Jahre in der Sicherheitsbranche unterwegs und habe dabei in vielen Fachgremien mitgearbeitet. Aktuell bin ich beratend im redaktionellem Bereich der Sicherheitstechnik tätig.

Kommentar verfassen